Lucia


Der 13. Dezember ist der Lucia gewidmet.

Ursprünglich handelt es sich bei Lucia um eine italienische Heilige, aber damit hat der schwedische Brauch heute nur noch den Namen gemeinsam.
Am frühen Morgen des 13. Dezember wandert die Lucia durch schwedische Städte und Gemeinden. Die Lucia ist dabei in ein langes weißes Gewand gekleidet, trägt ein rotes Band um die Hüften und auf dem Kopf einen Kranz mit Kerzen.
Ihr Gefolge wird von tärnor (Jungfern) und stjärngossar (Sternknaben) gebildet. Sie alle zusammen tragen als Chor bekannte Lieder vor.
Meist wird die offizielle Lucia in einer Gemeinde von einer Zeitung vorgeschlagen und von den Lesern gewählt. Aber auch die meisten Schulen, Vereine und Firmen wählen "ihre" Lucia. Als Lucia benannt zu werden, gilt als große Ehre.

Die DEUTSCH-SCHWEDISCHE GESELLSCHAFT e.V. Köln feiert ihr Luciafest seit 40 Jahren Jahren am zweiten Adventssonntag nachmittags in der evangelischen Versöhnungskirche in 51503 Rösrath, Hauptstr. 16.
Zu Beginn erfolgt Einzug der Lucia und ihres Gefolges mit den Kindern der schwedischen Schulvereine Köln und Bonn.
Danach folgt ein Adventsgottesdienst in schwedicher Sprache durch den oder die gebietszuständige schwedische/n Pfarrer/in, zur Zeit Pfarrerin Lena Brolin von der schwedischen Viktoria-Gemeinde in Berlin.

Im Anschluss an den Adventsgottesdienst erfolgt im Gemeindesaal unter der Kirche ein gemeinsames Kaffeetrinken mit schwedischem Gebäck, einem weiteren Auftritt der Lucia, allsång (gemeinsamen Singen) und einer Tombola. Die Gewinne bestehen grösstenteils aus schwedischem Weihnachtsschmuck und Schnitzarbeiten, es finden sich aber dort auch ein paar schwedische Spezialitäten.

(Foto: www.imagebank.sweden.se © Johnny Franzén/Johnny Franzén)